Geschichte

Werdegang des sogenannten Landjugendheime zum Weithartsaal

Im Jahre 1955 wurde die hiesige Landjugendgruppe gegründet. Da kein Gruppenraum zur Verfügung stand, faßte die Gruppe den Entschluß, mit Zuschüssen der damaligen Gemeinde Einhart, öffentlichen Zuschüssen und Eigenarbeit im Vorderteil der „Hinteren Kiesgrube“ ein Heim zu erstellen. Um das Jahr 1963 wurde der Entschluß in die Tat umgesetzt. Doch nachdem der Rohbau einschließlich Fenster erstellt war, ging das Geld zur Finanzierung aus.
Zunächst gab es einen Lichtblick, daß die Gemeinde Einhart das Heim vollendet, um darin die Oberklasse der ein(raum)klassigen Volksschule unterzubringen. Doch fast zur gleichen Zeit wurde mit der Konzeption der Nachbarschafts-Schulen die Oberklasse der Schule der Gemeinde Ostrach zugeführt. Die Gemeinde Einhart hatte zu dieser Nachbarschaftsschule „Ostrachtal“ beiszusteuern. Der Ausbau des Landjugendheimes war damit „gestorben“.
Über 2 Jahre hinweg diente der Rohbau für Gottesdienste, da von Pfingsten 1968 bis zum Nikolaustag 1970 eine innere Kirchen-Renovation durchgeführt wurde. Am Gebäude nagte dann der Zahn der Zeit, Fensterscheiben und das Eternit-Dach wurden beschädigt.

In den Jahren 1985 bis 1987 stellt die Gemeinde Ostrach Mittel für den Ausbau des Heimes zu einem Gemeindesaal bereit und es gab noch weitere Zuschüsse. Doch der  vorhandene Rohbau mit kleinem Anbau hätte eine unbefriedigende Lösung bedeutet. Wir entschlossen uns, mit dieser Finanzierung und einem uns fast überfordernden Anteil Eigenarbeit den Gemeinderat von Ostrach zu einem größeren Raum zu überreden. In unermüdlichen Eigenarbeiten mit rund 5.500 freiwilligen Arbeitstunden wurde dies dann verwirklicht!
Von der Brauerei Zollerhof, mit der wir einen Biervertrag schlossen, nahmen wir ein Darlehen für die Ausschankanlage auf, das wir im Rück-Bonus für gelieferte Getränke ab“stotterten“.
Mit der Zeit stellte sich heraus, daß die bisherige Küche und der Kühlraum nicht ausreichten. Ein Anbau in Verlängerung zur n. Seite, ein weiterer Seiten-Anbau für Leergut und der Ausbau der Sanitäranlagen wurden in Folge vom Gemeinderat abgesegnet.
Ohne Eigenarbeit hätten die Gemeindemittel und die Zuschüsse des MLR nur ausgereicht, die Erweiterungen als solche zu bauen. Wir beschlossen als Einharter Vereine, diese Mittel durch Eigenmittel der ARGE Weithartsaal und Eigenarbeit zu ergänzen, wodurch der Erwerb und die Installation einer modernen Küchenanlage möglich wurde.
Anbauten und Umbauten wurden im Jahr 1999 durchgeführt und dabei 1.850 Freiwilligen-Stunden geleistet.
Nach der Vollendung des ersten Bauabschnittes und Bezug des Weithartsaales wurde die ARGE Weithartsaal mit den Vereinen Fasnachtszunft „Burrenweible“, Einhart, dem Fanfarenzug Einhart und der Freiwilligen Feuerwehr, Abteilung Einhart ins Leben gerufen. …